Katalin Fáy | dr-bewusst-sein.de

Danken statt kritisieren Teil 2.

Danken statt kritisieren Teil 2.

Wenn wir das Leben bedingungslos lieben, lieben wir es so, wie es ist. Wenn ich mich bedingungslos liebe, liebe ich mich so wie ich bin. Wenn ich andere bedingungslos liebe, liebe ich sie so, wie sie sind. Sind wir am kritisieren, dann fählt die Liebe. Die Kritik, oder dieses kritisieren, erzeugt in uns Gefühle, die uns selbst nicht dienlich sind. Das sind keine liebevollen Gefühle, weder uns, noch anderen gegenüber! Wir versuchen mit Kritik anderen Schuld zuzuweisen. Schuldzuweisen ist Trennung. Wir trennen uns dadurch von uns selbst vom anderen, vom Leben, von der Liebe. Was können wir dann tun?

Vielleicht Dankbarkeit und Vertrauen üben? Diese beiden Gefühle hängen eng zusammen. Vertrauen wächst durch Erkenntnis. Wenn wir erkennen, dass wirklich alles was wir in unserem Leben präsentiert bekommen, mit uns zu tun hat, vertrauen wir immer mehr. Für das Erkennen können wir immer dankbar sein. Auch wenn es weh tut. Das was weh tut, führt zum Erkennen. Also für die Erkenntnis dürfen wir auch bereits dankbar sein. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist. Ich war schon mal in Situationen, die mir sehr, sehr wehgetan haben. Ich war alles, nur nicht dankbar! Und dann mir zu erlauben dieses Gefühl von Zorn, Verzweiflung und Undankbarkeit zu fühlen, mir zu erlauben und auszusprechen, das „ich bin dankbar dafür, dass ich undankbar sein darf!“, führte nicht nur zu einer Erleichterung, sondern auch zu tiefer Dankbarkeit.

Und das war ein gutes Beispiel für mich, wie wir mit solchen zerstörerischen Emotionen umgehen können, wenn wir achtsam sind und uns in Dankbarkeit üben. Denn in dem Moment, indem wir sie akzeptieren, und sagen: OK, ich hab die jetzt, es ist so wie es ist, ich akzeptiere es und bin einverstanden mit dem was ist, verändert sich die Emotion. Das Akzeptieren des Moments erfordert Einsicht. Ich akzeptiere nicht weil ich es so haben will, sondern weil ich es einsehe, dass es gerade so ist. Und das was gerade ist, kann ich nicht verändern, weil es bereits gerade so ist. Was ist, ist. Das, was ist, kann nicht „ister“ werden. Wenn du das verstehst, dann kannst du im Augenblick alle Emotionen annehmen und sagen: Ja, so ist es jetzt. Und in diesem Augenblick kann die Emotion sich verändern. Akzeptanz erzeugt Frieden. Der Frieden, also die Annahme dessen was ist, entzieht die zerstörerische Kraft der Emotion. Diese Emotion hat keine Kraft mehr, mich zu beeinflussen.

Probiere es einfach aus. Und du wirst sehen, dass es funktioniert. Einfach üben. Experimentiere damit: in dem Augenblick, wo du merkst, du bist gerade undankbar und merkst, dass du gerade nicht in der Lage bist einzusehen und überhaupt zu überblicken, wofür du dankbar sein könntest, wird in diesem Augenblick der Akzeptanz etwas verändern.

Probiere es aus in solchem Augenblich auszusprechen: „Ich bin unendlich dankbar, dass ich auch undankbar sein darf!“ Du wirst merken, dass alles in dir entspannt und es kommt tatsächlich Dankbarkeit auf. Soviel zum Thema Dankbarkeit und ich wünsche dir gutes Üben, gutes Gelingen, im Dankbarkeitsfluss zu bleiben. Bis bald und danke, dass du dankbar bist!

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