Katalin Fáy | dr-bewusst-sein.de

Mit Gedankencheck zum Glück und Erfolg

Mit Gedankencheck zum Glück und Erfolg

In diesem Teil besprechen und üben wir Gedankenhygiene. Was ist Gedankenhygiene? Wir haben bereits darüber gesprochen, dass wenn wir alle möglichen Gedanken in unser System hereinlassen, egal ob von Außen oder das was wir denken zu denken, können wir uns ganz schön unseren Raum versauen.

Wenn ich in meinem System aufräumen will, muss ich anfangen zu beobachten, was für Gedanken ich überhaupt hege und pflege. Wir haben unseren Kopf normalerweise ununterbrochen voll mit Gedanken, denen wir uns meistens gar nicht bewusst sind. Die wechseln sich so schnell ab, dass wir das in den meisten Fällen gar nicht wahrnehmen. Willst du überhaupt die Entscheidung treffen: „Ich will mir meiner Gedanken bewusst sein!“?

Das ist nämlich eine wichtige Entscheidung. Ich muss mich entscheiden, um dran zu bleiben und bewusst aussortieren zu können: Welche Gedanken kann ich gebrauchen und welche nicht?  Setze dich dazu am Besten in der früh hin und entscheide dich ab jetzt, deine Gedanken zu beobachten. Es reicht aus, dass du dich dafür entscheidest. Dann bist du auch in der Lage das zu tun!

Rufe alle Gedanken, die bei dir so gewöhnlich rein und raus gehen und beobachte sie wie eine Katze vor dem Mauseloch. Also du setzt dich vor das Mauseloch, aus dem die Gedanken kommen und beobachtest. Sei achtsam.

Entscheide dich: „Jetzt beobachte ich!“ und warte darauf, dass die Gedanken erscheinen. Es kann sein, dass plötzlich vollkommene Stille auftritt, weil die Gedanken sich nicht zeigen wollen. Die Gedanken wollen sich nicht outen, sie wollen nicht beobachtet werden. Aber du wartest weiterhin geduldig und nimmst wahr aus welcher Richtung ein Gedanke auftaucht.

Der Gedanke kann von links, von rechts, von oben, unten, von vorne oder von hinten auftauchen. Kann sein, dass du am Anfang die Richtung auch gar nicht wahrnehmen kannst. Nimm einfach wahr, wie du wahrnehmen kannst. Und wenn ein Gedanke auftaucht, dann nimm wahr wie dein Körper darauf reagiert. Reagiert dein Körper mit Verspannung, mit Anspannung, mit Unwohlsein? Dann tut dir dieser Gedanke nicht gut bzw. kann dieser Gedanke Erfahrungen im Hintergrund speichern, die du so bewertet hast, dass sie dir nicht gut tun.

Nimm im ersten Schritt erstmal überhaupt wahr, was für Gedanken da sind und was diese Gedanken in dir auslösen. Du kannst sie so, wie in der Vipassana Meditation praktiziert wird, mit Etiketten versehen. Du beobachtest ganz neutral und machst mit dem Gedanke, der auftaucht gar nichts, außer dass du eine Etikette (mit einem Begriff) darauf klebst. Dann legst du den Gedanken auf die Seite.

Du kannst selber definieren, wie das eine oder andere Etikett heißen soll. Am einfachsten ist es, wenn du nicht mehr, als 2-3 Etiketten benutzt. Also Schubladen, wo du die Gedanken dann lagern willst. Zum Beispiel dieser Gedanke wirkt auf mich Neutral, dann kommt er in die „neutrale Schublade“. Oder löst der Gedanke Enge, oder Verspannungen in mir aus? Dann lege ich ihn in die Schublade: „Minus“. Löst der Gedanke in mir Freude, Weite und Wärme aus? Dann klebe ich eine: Plus-Etikette darauf. So habe ich eine Plus, Minus und Neutral – Schublade. (Die drei Kategorien sind nicht aus der Sicht von Gut oder Schlecht entstanden, sondern aus dem Schöpfungsprinzip: Erschaffen-Erhalten-Auflösen)

Für den Anfang reicht das erstmal. Du kannst jetzt anfangen 1-2 Minuten einfach nur still zu sitzen und beobachten was für Gedanken auftauchen. Einfach beobachten. Beobachte. Beobachte und etikettiere. Was löst der Gedanke in deinem Körper aus? Das kannst du jeden Tag üben, auch öfter am Tag, immer wieder mal, damit du dich daran gewöhnst, dessen bewusst zu sein was du überhaupt für Gedanken in dein System hinein lässt und was für eine Energie in deinem System existiert.

Zuerst wird also in verschiedene Kategorien, wie Plus, Minus und Neutral geordnet. Wobei negativ ist diesem Sinne nicht schlecht, wie bereits erwähnt, sondern es löst – neutral betrachtet – im Körper Verspannungen aus. Und es sagt nichts mehr und nichts weniger aus. Es hat mir sehr gut getan, als ich Mal die Entscheidung getroffen habe, wie mein Leben aussehen soll. Ich habe mir damals das Leben, wie ein Puzzlespiel vorgestellt und ihm einen Titel gegeben. Wie würdest du dein Leben, dein Puzzlespiel betiteln wollen?

Du kannst dich entscheiden, wie das Puzzlespiel deines Lebens heißen soll: Freude, Glück, Erfolg, oder was auch immer. Und wenn du dich entschieden hast, solch ein Puzzlespiel zu bauen, dann kannst du entsprechend die Gedanken die in dir auftauchen, sortieren. Du überprüfst also, ob der Gedanke der gerade auftaucht in dein Puzzlespiel passt, oder nicht. Baut er ihn auf? Passt der Gedanke nicht in mein Puzzle? Dann lege ihn in einen Sack, Schublade, Karton, oder was auch immer, in dem alle überflüssigen Dinge, die ich nicht brauche, gesammelt werden. Du kannst die Gedanken dementsprechend auch markieren.

Dazu entscheidest du dich: Alle Gedanken, die nicht in mein Puzzle passen, markiere ich mit einem weißen Kreuz und damit signalisiere ich meinem Unterbewusstsein, dass diese Gedanken, die ich mit einem Kreuz markiere, ab jetzt wirkungslos auf mein Leben sind. Du beobachtest die Gedanken und nimmst wahr: was löst dieser Gedanke in meinem Körper aus? Verspannung? Weite? Passt er zum Puzzlespiel: Freude, Glück – was auch immer? Wenn nicht, dann markiere ich ihn mit einem Kreuz und dieser Gedanke hat dann keinen Einfluss mehr auf mich. Er gehört nicht zum Puzzlespiel, das ich bauen will.

Als nächstes, wenn ein Gedanke auftaucht, der zu diesem Puzzlespiel als Puzzlestück passt, dann nimmst du diesen Gedanken und markierst ihn mit einem weißen Unterstrich. Gleichzeitig entscheidest du dich, dass alle Gedanken, die du mit einem weißen Unterstrich markierst, ab jetzt Signale für dein Unterbewusstsein sind, diese zu verwirklichen. Und so kannst du immer wieder beobachten und aussuchen welches Puzzleteil zu deinem System passt, was du verwirklichen willst, was du als Puzzlespiel deines Lebens bauen willst. Du kannst entsprechend löschen, bzw. markieren und es hat dann keine Wirkung und das andere hat eine Wirkung und trägt dazu bei dein gewünschtes Leben zu verwirklichen. Du spielst einfach und hast Freude dran auszusuchen, was du verwirklichen willst und zwar nicht aus einer Ablehnung oder Angst heraus, sondern aus dem Frieden, aus der Freude heraus.

Wenn du regelmäßig übst und diese Entscheidung regelmäßig triffst, wird dein Unterbewusstsein merken: Aha, dieser Gedanke gehört zur Verwirklichung und jener Gedanke gehört in die Ablage und ist unwichtig. Du bist frei in deiner Wahl, weil du weder an der eine noch an der andere Seite hängst. Du triffst deine Wahl neutral. Du lehnst nichts ab, sondern du suchst aus der Vielfalt der Puzzlestücke heraus, was du in deinem Leben verwirklichen willst. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Üben!

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